Pressetexte

Gründung

Pressetext zum 10-jährigen Bestehen … 1996

Pressetext zum 20-jährigen Bestehen … 2006
Pressetext vom 16.09.2010
Pressetexte zum 25-jährigen Jubiläum (2011)
Restaurierung
Bildstock
Pressetext zum 30-jährigen Bestehen … 2016
Pressetext vom 18.09.2020
Pressetext vom 23.09.2020
Pressetext vom 16.10.2021
PNP Bericht vom 14.09.2022
Pressetext vom 23.01.2023
Pressetext vom März 2023
Pressetext vom April 2023
Pressetext vom 09. September 2023
Pressetext vom Januar 2024
Pressetext vom März 2024

Pressetext vom Mai 2024

Pressetext vom Juli 2024

Pressetext vom August 2024

Pressetext vom November 2024

Pressetext vom Freitag, 13. Juni 2025

Pressetext vom Freitag, 23. Juli 2025

Jahresversammlung 2026

Pressetext vom 20.01.2026

Ehrung für 25-jährige Mitgliedschaft

(Foto: Springer)

Der Wald-Verein bietet viele Veranstaltungen

Jahresversammlung in Untergriesbach

Untergriesbach. Zur Jahreshauptversammlung der Wald-Vereinssektion Untergriesbach konnte
Vorsitzende Christa Köberl viele der 195 Mitglieder im Lanz begrüßen, unter ihnen auch alle drei Bürgermeister sowie Altbürgermeister Günther Kohl.
Christa Köberl berichtete über erfreulich viele Beitritte im Jahr 2025, mit 24 doppelt so viele wie ein Jahr zuvor. Das jüngste Mitglied sei 32 Jahre alt, das Älteste 92. Das Durchschnittsalter von knapp 72 Jahren habe sich fast nicht verändert. Die Vorsitzende sprach von einem „Verein der rüstigen Rentner“. Sie musste aber auch von fünf Todesfällen im Verein berichten.
Dies waren Alois Weber, Pfarrer Hans Kümmeringer, Hans Urmann, Walter Resch und
Mathilde Kammermeier. Zu einem kurzen Gedenken erhoben sich die Gäste von ihren Plätzen.
Die Vorsitzende dankte allen, die Veranstaltungen organisiert haben. Bei den Wanderungen und Exkursionen nahmen neben den Wald-Vereinsmitgliedern auch viele Gäste teil. Bei der Gelegenheit kündigte sie ihr Ausscheiden im nächsten Jahr aus der Vorstandschaft an. Mit 80 Jahren sollte man eine solche Aufgabe in jüngere Hände geben.
Schriftführerin Sabine Kneidinger blickte auf 30 Veranstaltungen zurück, von A – wie Andacht – bis Z – wie Zugfahrt. Sie berichtete über Langwanderungen, Mittwochswanderungen, Besichtigungen, Exkursionen, Zugfahrt und Radtour. Sabine Kneidinger bekam reichlich Applaus für ihren Beitrag. In Vertretung von Pressewart Josef Reischl, krankheitsbedingt verhindert, verwies Heiner Köberl auf die vielen Veröffentlichungen und Erwähnungen in der PNP. Aber nicht nur in der Heimatzeitung war vom Wald-Verein zu lesen. Köberl selbst veröffentlichte Beiträge im „Bayerwald“, vom Bayerischen Wald-Verein publiziert. Er dankte Josef Reischl. Sepp Schurm berichtete über den Kassenstand, der im abgelaufenen Jahr „Zuwachs“ bekam. Agnes Kragl bestätigte Schurm eine korrekte Kassenführung. Die Entlastung lief einstimmig.

„Verein der rüstigen Rentner“

Bürgermeister Manfred Falkner lobte die Arbeit und wünschte weiter viel Freude bei den Wanderungen sowie Zusammenkünften.
Therese Rischka war am 14. Juli 2001 mit ihrem Mann Georg dem Waldverein beigetreten. Sie bekam für die 25-jährige treue Mitgliedschaft die blau-silberne Anstecknadel und die Ehrenurkunde des Bayerischen Wald-Vereins. Es kam auch der Wunsch nach kürzeren Wanderungen für „nicht mehr so rüstige Mitglieder“ auf. Feste Termine sind bereits der Bayerwaldtag in Ebersberg-Otterskirchen am 18. Juli, der Tag des Wanderns am 13. Mai, die Landesausstellung „Musik in Bayern“ von April bis November, ein Termin im Juni wird dabei ins Auge gefasst. Zu den festen Terminen
gehört der Seniorennachmittag um Rahmen des Volksfestes am Samstag, 11. Juli. Eine Tagesfahrt ins böhmische Bergreichenstein, eine Radtour zum Plöckensteinsee und ein Sektionsabend zum ersten Advent sind ebenfalls im Programm für 2026 vorgemerkt.

Heuer feiert die Sektion das 40-jährige Bestehen

Ein weiterer Programmpunkt befasste sich mit dem anstehenden 40-jährigen Jubiläum der Wald-Vereinssektion. Den Anstoß zur Vereinsgründung hatte damals im Mai 1986 Pfarrer Herbert Kessler gegeben. In einem Sektionsabend im Mai sollen elf Gründungsmitglieder geehrt werden. Dazu gehören Hans Baierl, Ernst Duschl, Sepp und Marianne
Gahbauer, Heiner und Christa Köberl, Günther Kohl, Therese Küblböck, Resi Pauli, Max Seibold und Anita Waldbauer.
Zur neuen Internetseite des Wald-Vereins referierte Anton Kornexl. Er hat die Pflege und Gestaltung von Ernst Duschl übernommen. Unter https://www.waldverein-untergriesbach.de
kann das neu gestaltete Gesicht des Waldvereins im Internet begutachtet werden. Die Seite empfängt den Besucher mit dem Terminkalender. Der Menüpunkt „Chronik“ befasst sich mit den ursprünglichen Zielen des Vereins. Im Punkt „Sektion“ findet der Besucher den Beitrittsantrag, die Vorstandschaft und Links zu den Wald-Vereinssektionen.
Mit den Punkten Kultur und Rückblicke findet der Gast viele Bilder von früheren Unternehmungen.
Bei Wünschen und Anträgen machte Bürgermeister Hermann Duschl auf die Möglichkeit aufmerksam, dass man zum Beispiel für Fahrten ins Böhmische Zuwendungen aus dem Euregio-Fonds erhalten könne. −sph


Pressebericht vom 30.9.2026

Beeindruckt vom „achten Weltwunder“ im Böhmerwald


Untergriesbacher Sektion im Bayerischen Wald-Verein wandert am Schwarzenberger Schwemmkanal


Entgegen der Fließrichtung gehend, konnten die Wanderer im zwei Meter breiten Schwemmkanal bei 0,2 Prozent Gefälle keine Fließbewegungen erkennen, nur hier bei den Steinstufen sahen sie ganz wenig Wasser über die Stufen rinnen. − Foto: Reischl

Untergriesbach. Ein technisches Denkmal im benachbarten Mühlviertel nahe der tschechischen Grenze war Ziel einer Bildungsfahrt der Untergriesbacher Sektion im Bayerischen Wald-Verein, nämlich der Schwarzenberger Schwemmkanal. 38 Teilnehmer erlebten eine ingenieurtechnische Pionierleistung aus dem 18. Jahrhundert, die als „heimliches achtes Weltwunder“ bezeichnet wurde.

Von St. Oswald bei Haslach aus führte Sepp Schurm Mitglieder und Gäste auf einem fünf Kilometer langen Rundweg, bekannt als „Steilstufenweg“, am Zwettelbach entlang zum Schwarzenberger Schwemmkanal. An den steilsten Stellen erläuterte er die Historie des insgesamt 51,2 Kilometer langen Kanals.

Fürst Schwarzenberg habe die Bewirtschaftung des riesigen Urwaldgebietes im Norden vom Plöckenstein und Hochficht rentabler machen wollen. Das begehrte Feuerholz sollte mit einer Triftanlage schneller zur Donau gebracht werden zum Weitertransport nach Wien. Ingenieur Josef Rosenauer habe im fürstlichen Auftrag von 1775 bis 1778 Pläne ersonnen und im Jahr 1789 mit dem Bau begonnen. Die Berge des Böhmerwaldes als Wasserscheide zwischen Moldau und Donau seien dabei zu überwinden gewesen.

Da Wasser aber nicht bergauf fließe, so Josef Schurm, löste der begabte Josef Rosenauer das Problem ganz geschickt, indem er sich zwei natürliche kleine Flussläufe zunutze machte, Wasser aus 28 kleinen Bächen, aus dem Plöckensteiner See und aus künstlichen Reservoirs einspeiste, Tunnel baute und mit Stauwerken und Steilstufen die minimalen Wasserstände regulierte. Die Teilnehmer der Exkursion staunten, als Sepp Schurm sagte, dass der Schwemmkanal auf einen Meter nur um 2,5 Millimeter falle, das entspreche einem Gefälle von 0,2 Prozent. Und das funktionierte Jahrzehnte lang, und es funktioniert bis heute.

Im Winter sei das Holz geschlagen und zurechtgeschnitten worden. In den Monaten April und Mai seien dann bei einem Wasserstand von 40 bis 80 Zentimetern täglich oft über 1000 Männer bei der gefährlichen Schwemmarbeit beschäftigt gewesen. Bei der Wanderung entlang des Kanals konnten die Teilnehmer sehen, dass der 51 Kilometer lange Kanal mit Steinplatten ausgelegt und seitlich mit einer Unmenge von gehauenen Steinen bewehrt worden war. Staunend verweilten viele am Ufer, erkannten keine Fließbewegung, sahen aber bei den Steilstufen, dass minimal Wasser ganz langsam über die Steinstufen floss.

Sepp Schurm führte die Gruppe weiter zur tschechisch-bayerischen Grenze mit geschichtsträchtigen Übergängen, vorbei an einem riesigen Hauptgrenzstein und schließlich zum ehemaligen Zollhaus. Der mächtige und stattliche Bau wird heute als Wohnhaus genutzt. Dort erzählte er von der wechselhaften Geschichte des herrschaftlichen Gebäudes, das ehedem an der bedeutsamen Salzstraße lag, die ins Böhmische führte. Nach diesen zwei „Heimatkundestunden“ wanderten die Untergriesbacher talwärts zur Einkehr beim „Steilstufenwirt“.

− jr